Schnee knirscht unter seinen Schuhen, als sich John Davidson im kalten Saskatchewan auf den Weg zur Arbeit macht.

In seiner Freizeit bastelt er gern an seinem Oldtimer-Muscle-Car, aber heute geht er in der kanadischen Provinz auf die Jagd.

Nach einem Telefon.

Davidson, ein erfahrener Techniker für den größten Telekommunikationsanbieter der Region, SaskTel, hat den Auftrag, ein schwer fassbares Exemplar einer fremdartigen Technologie aufzuspüren; ein DECT-Telefon europäischer Bauart.

DECT steht für Digital Enhanced Cordless Telecommunications und wurde zum Standard für schnurlose Telefone, die auf der ganzen Welt verwendet werden. Eine leichte Abweichung im Frequenzbereich von DECT-Telefonen nach europäischer Spezifikation macht diese jedoch zu einer Gefahr für das Mobilfunkspektrum in Kanada.

John Davidson, Signaljäger, auf der Suche nach DECT-Telefonen

Die Telefone funktionieren ohne Probleme, und so ist den Benutzern gar nicht bewusst, dass sich die 10 MHz des nicht lizenzierten Spektrums ihrer schnurlosen Telefone mit dem lizenzierten Spektrum vom SaskTel überlappen.

„Interferenzen verkleinern den Abdeckungsbereich einer Mobilfunkzelle“, sagt Davidson. „Sie verschlechtern die Datengeschwindigkeit, und wenn die Mobilfunkzelle verkleinert wird, müssen die Telefone mit mehr Energie übertragen, um zur Funkzelle zurückzugelangen. Das wiederum betrifft dann mehr und mehr Telefone in dem Gebiet. Es ist für die Kunden ein Schneeballeffekt.“

Die Auswirkungen sind beträchtlich, vor allem, wenn man bedenkt, dass auch die Erreichbarkeit der Notrufnummer 911 eingeschränkt sein könnte.

Bei über 614.000 Mobilfunkkunden und tausenden Europäern, die nach Saskatchewan ziehen und häufig DECT-Telefone nach europäischer Spezifikation mitbringen, muss SaskTel die Jagd organisieren.

AUF DER SUCHE NACH EINFACHHEIT

Jahrelang setzte SaskTel Fahrzeuge mit herkömmlichen Sweep-Spektrumanalysatoren zusammen mit Richtantennen ein.

Aber DECT-Telefone verstecken sich gerne. Falls das Telefon gerade nichts überträgt, wenn der Spektrumanalysator diese Frequenz durchläuft, erkennt man nicht, dass es da ist. Und DECT-Telefone ändern die Frequenz. „Wenn Sie meinen, eine störende Frequenz gefunden zu haben und hereinzoomen, könnte das Telefon die Frequenz ändern.“

Ein zeitaufwändiger und komplexer Vorgang.

Der RSA von Tektronix ist zuverlässig und tragbar – perfekt für den Außeneinsatz.

Der RSA306 ortet die Interferenz exakt, sodass die Fahrzeuge der Signaljäger praktisch direkt hinfahren können.

In einem Fall konnte SaskTel nur feststellen, dass sich die Störquelle in einem großen Wohnhaus in der Nähe eines Krankenhauses befand, die genaue Position der DECT-Telefone konnte jedoch nicht ermittelt werden. „Mir blieb also nichts anderes übrig, als in den Wohnblock zu gehen und an jede einzelne Tür zu klopfen“, erinnert sich Davidson.


„Jetzt kann unser Einsatzteam anhand der Diagramme auf dem Echtzeit-Spektrumanalysator feststellen, dass es eine DECT-Interferenz gibt, in den Wagen steigen und zur Störquelle fahren.“


Heute ist die Jagd viel einfacher geworden. Der USB-basierte Echtzeit-Spektrumanalysator RSA306B von Tektronix in Verbindung mit einem Notebook oder Tablet und unserer SignalVU-PC-Software machen Schluss mit Verzögerungen und Ärger. Anders als herkömmliche Sweep-Spektrumanalysatoren kann ein RTSA sofort das gesamte Spektrum sehen. Ihm entgeht kein Signal, auch nicht das eines DECT-Telefons außerhalb der Spezifikation.

Heute muss Davidson nicht mehr von Tür zu Tür gehen, um ein Telefon zu finden. „Jetzt kann unser Einsatzteam anhand der Diagramme auf dem Echtzeit-Spektrumanalysator feststellen, dass es eine DECT-Interferenz gibt, in den Wagen steigen und zur Störquelle fahren.“

Ein weiteres Beispiel dafür, wie Tektronix Prüfen und Messen vereinfacht.

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